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![]() Das Bambus-Lexikon The Bamboo Lexicon |
In der Regel benötigt jeder Bambus 3 - 5 Jahre, um sich am Standort zu etablieren (gut einzuwurzeln). Erst nach dieser Zeit haben die Pflanzen die angegebene Winterhärte erreicht, die allerdings sehr vom Standort abhängig ist. Für Winter wie 2009/2010, mit mehr als 100 Tagen Frost bis -21°, ist Bambus ebenso wie Kirschlorbeer, nicht geschaffen. Das bedeutet aber auch, dass Ihre Bambuspflanzen bis zu diesem Zeitpunkt zusätzlich gewässert (auch an frostfreien Wintertagen) und in vielen Regionen mit einem Winterschutz versehen werden müssen.
Bambus, besonders einige Fargesia Arten verlieren bis zum Winter einen Teil ihrer Blätter und schützen sich auch im Winter durch Blattrollen vor der Verdunstung (bei tiefen Temperaturen oder bei Wintersonne). Das bedeutet aber nicht in jedem Fall Wassermangel.
Alle Fargesien werfen bis zum Winter einen Teil ihrer Blätter ab, bei gut eingewurzelten Pflanzen in der Regel um 30%. Im ersten Jahr können es bis zu 50% sein. Anfangs verfärben sich die Blätter gelblich, später gelb und fallen dann ab.
Im 1. bis 3 Standjahr oder bei schlecht eingewurzelten Pflanzen, verlieren die Bambuspflanzen wesentlich mehr Blätter (bis zu 50%), als bei gut eingewurzelten Pflanzen. Je weniger Blätter, um so weniger Wasser benötigen dann die Bambuspflanzen. Also die Kübelpflanzen in der kühleren Jahreszeit nicht überwässern!
Im nächsten Frühjahr bilden sich dann wieder neue Blätter und alle Fargesia-Arten zeigen ihr dekoratives grünes Kleid.
Im Winter können die Pflanzen besonders bei schweren und undurchlässigen Böden leicht überwässert werden. Eine Fargesia vertrocknet schneller, als ein Ausläufer treibender (leptomorpher) Bambus, Phyllostachys, Pseudosasa, Pleioblastus, Sasa etc., der sich auf großen Flächen durch seine weit verzweigten Rhizome und tiefer gehenden Wurzeln in der Regel selber mit Wasser versorgen kann.
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..... ist bei den winterharten Arten/Sorten nur in kälteren Regionen, in den ersten 3 Jahren und in angekündigten Jahrhundertwintern erforderlich.
Dabei reicht es nicht immer, den Wurzelbereich mit Stroh, Laub und Häckselgut abzudecken (nagehäufelte Rinde ist kein ausreichender Winterschutz). Da die Bambusblätter an windigen und sonnigen Standorten im Winter sehr stark in Mitleidenschaft gezogen werden können, empfiehlt es sich den Wurzelbereich mit Strohballen abzudecken und rundherum eine Schilfmatte aufzustellen. Die Pflanzen sollten zusätzlich schattiert Schattiergewebe , eventuell auch mit Winterschutzvlies oder Noppenfolie umwickelt werden. In sehr kalten Regionen ist eine Bodenabdeckung mit Stroh oder Laub schon vor Winterbeginn zu empfehlen. Das Stroh oder Laub kann zusätzlich mit Tannen- oder Kiefernzweigen abgedeckt werden. Normal wird der Winterschutz erst aufgebracht und installiert, wenn es richtig kalt wird (in der Regel ab Mitte November). Auch scheint eine zusätzliche Gabe von Mangan im September für eine bessere Winterhärte zu sorgen.
Im milden Weibauklima ist nach meinen Erfahrungen bei den winterharten Bambussen kein Winterschutz erforderlich.
Bester Winterschutz: Stellen sie einen 50 Zentimeter bis 1 Meter hohen Kaninchen- oder Hühnerdraht kreisförmig um die Pflanze. Füllen sie den Drahtkorb vor Einsetzen der ersten Fröste (in der Regel ab Mitte November) mit einer ca. 30 Zentimeter dicken Strohschicht, die Sie gut festpressen. Ab Winterbeginn (bei zu erwartenden Temperaturen unter -12°) erhöhen sie die Strohschicht bis zum Korbrand. Bei trockenen Winden verhindert ein Vlies oder eine Strohmatte(Schilfmatte), aber auch ein Schattiergewebe, das Austrocknen der Blätter. Bei einem Winterschutz ohne Drahtkorb decken sie die Schutzschicht mit mit Tannen- oder Kiefernzweigen ab.
In kälteren Regionen sollten Sie techtzeitig trockene Strohballen und trockenes Laub bereithalten. Der Winterschutz sollte erst aufgebracht werden. wenn mit langanhaltenden Frösten zu rechnen ist. Alle winterharte Fargesien, die schon länger als 3 Jahre in Ihrem Garten stehen, haben sich etabliert. In der Regel ist hier in jedem Jahr ein Winterschutz bei länger anhaltenden Frostperioden ab -10° erforderlich (Stroh, Vlies und Schattiergewebe). In milden Regionen wie Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Dänemark etc., haben in der Regel alle einigermaßen winterharten Bambusse die strengen Winter 2008-2011 selbst ohne Winterschutz überlebt. Großblättrige Arten sind empfindlicher, als Phyllostachys und Fargesien.
In wärmeren Regionen, wie im Kölner Raum, Region um Frankfurt/Main, Trier, im Badischen Land, im milden Weibauklima etc., benötigen die winterharten Bambusse (-18° bis -28°)nur in Jahrhundertwintern einen Winterschutz. Hier sollten die Pflanzen dann schattiert werden!
Die Schneelast kann viele Bambushalme bis zum Boden herunterdrückenn. Häufig werden die Wurzelansätze der Halme aus dem Boden gehebelt oder die Halme hängen durch die Schneelast zu weit über. Häufig liegen die besonders schönen diesjährigen Halme am Boden und sind dann überdehnt. .. Überdehnte Halme richten sich nicht wieder ganz auf. In diesem Fall können Sie die Bambushalme locker zusammenbinden, so dass sie sich gegenseitig stützen. Es ist daher ratsam, die Halme vor dem Schneefall zusammen zu binden. Ich stelle eine dementsprechend hohe Klappleiter auf und binde die Halme mit einem etwa 0,2 Millimeter dicken verzinkten Draht in 2/3 der Höhe locker zusammen. Schon etwas mühsam bei großen und breiteren Solitärs, wenn man mit der Klappleiter rundherum gehen muss. Der Aufwand lohnt sich, denn der Draht hält über viele Jahre. Fädenln Sie den Draht immer direkt über der Verzweigung rundherun ein, damit er nicht verrutschen kann. Nach ein paar Jahren, wenn außerhalb des Drahtrings viele Neuhalme gewachsen sind, vergrößere ich den Ring.
Bei der Arbeit mit der Leiter können Sie auch gleich eine Lichterkette mit installieren. Ein Bambussolitär mit Lichterkette sieht nach meinem Geschmack ebenso schön aus, wie Lichterketten in Bäumen, auch in der Vorweihnachtszeit.
![]() Winterschutz in China für kurzzeitige Fröste bis -5° bei Bambusa multiplex |
Wem keine frostfreie Überwinterungsmöglichkeit zur Verfügung steht, der sollte bei seiner Pflanzenauswahl auf möglichst winterharte Bambusarten achten. In klimatisch wärmeren Gebieten entstehen bei einer Überwinterung im Freiland in der Regel keine Probleme. In kälteren Gegenden sollten die Bambuspflanzen im Kübel an einer schattigen und geschützten Stelle überwintert werden. Das Durchfrieren des Wurzelbereichs sollte verhindert werden, indem die Pflanzen vorübergehend an einen frostfreien Standort verbracht werden. Ansonsten sind die Pflanzen bei tiefen Temperaturen mit einem guten und ausreichenden Winterschutz zu versehen.
Der Kübel sollte in einen Kasten aus Styrodurplatten gestellt werden (3-5 cm Stärke, die Platten werden zu einem Kasten zusammengeklebt), damit das Substrat nicht so schnell durchfriert. Bei langanhaltenden Frösten wird dann die gesamte Pflanze in Noppenfolie, ein Winterschutzvlies und Schattiergewebe eingepackt.t. Trotzdem sind Blattschäden nicht immer zu vermeiden.
Bei tiefen Minusgraden ist es ratsam, die Kübel unter ein Dach (Carport) oder in eine Garage zu stellen, denn auch an dunkleren Stellplätze kann Bambus für kurze Zeit überwintern. Außerdem bietet sich die Möglichkeit mit Heizkabeln, Heizstäben oder Heizplatten ein Durchfrieren zu verhindern. Von innen mit Styrodor ausgekleidete Pflanzkübel haben sich gut bewährt und verhindern häufig das Durchfrieren des Substrats. Vergessen Sie nicht Ihre Bambuspflanzen an frostfreien Tagen ab und an zu wässern.
Fred Vaupel im Oktober 2005
Ein umfangreiches Pflanzensortiment finden Sie in 31275 Lehrte bei Hannover und auch im Internet
Kübelpflanzen
Überwinterung
Bei der Überwinterung Ihrer Bambuspflanzen im Kübel ist darauf zu achten, dass die Pflanzen entsprechend den Temperaturen gegossen werden. Das Durchfrieren des Substrates sollte verhindert werden. Bei der Überwinterung im Freien verlieren alle Bambusse einen Teil ihrer Blätter, bis zu 50% ist normal.
In einem kühlen Winterquartier ist der Bedarf an Wasser nur gering und das Substrat sollte eher trockener, als zu nass gehalten werden. Alle Bambuspflanzen sollten möglichst frostfrei überwintert werden. Ideal sind Temperaturen zwischen 3 ° und 7 °. In dieser Ruhephase kommen die Bambuspflanzen mit sehr wenig Licht aus. Hier reicht schon eine Pflanzenleuchte, die ca. 4 - 5 Stunden am Tag in Betrieb ist. In beheizten Wintergärten muss ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet sein, da die Pflanzen sonst schnell vergeilen, d.h. die Halme verholzen zu spät und bleiben weich und schlapp. Das Überwintern in beheizten Wohnräumen ist sehr problematisch und nur für tropische Arten zu empfehlen.
Die Überwinterung im Freien
Wem keine frostfreie Überwinterungsmöglichkeit zur Verfügung steht, der sollte bei seiner Pflanzenauswahl auf möglichst winterharte Bambusarten achten. In klimatisch wärmeren Gebieten entstehen bei einer Überwinterung im Freiland in der Regel keine Probleme. In kälteren Gegenden sollten die Bambuspflanzen im Kübel an einer schattigen und geschützten Stelle überwintert werden. Ansonsten sind die Pflanzen bei tiefen Temperaturen mit einem guten und ausreichenden Winterschutz zu versehen und mit einem Vlies und einem Schattiergewebe locker zu umhüllen. Bei tiefen Minusgraden ist es ratsam, die Kübel unter Dach (Carport) oder in eine Garage zu stellen, denn auch an dunkleren Stellplätzen kann Bambus für kurze Zeit überwintern. Vergessen Sie nicht, Ihre Bambuspflanzen an frostfreien Tagen ab und an zu wässern oder die Blätter zu befeuchten. Das Durchfrieren der Pflanzkübel sollte verhindert werden. Die Kübel können in Styropor oder andere wärmedämmende Stoffe verpackt werden. Außerdem bietet sich die Möglichkeit mit Heizkabeln, Heizstäben oder Heizplatten ein Durchfrieren weitgehend zu verhindern. Kisten mit einer 10 Zentimeter dicken Innenverkleidung aus Styrodor haben sich gut bewährt und bieten einen zusätzlichen Schutz. An sonnigen Stellplätzen sollten die Pflanzen mit einem Schattiergewebe oder mit einer Reetmatte (Schilfmatte) vor der Wintersonne geschützt werden.
Ein Durchfrieren des Wurzelballens sollte verhindert werden, da die Pflanze sonst vertrocknen kann.
© Das Bambus-Lexikon wurde als frei zugängliche Datenbank nach einer Idee von Fred Vaupel 2005 erstellt und erarbeitet.
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